Reservieren über die Telefonzentrale – und noch besser per App

«EBuxi, guten Tag»: Wenn du am Telefon eine solche Stimme hörst, dann gehört sie neu mit einiger Wahrscheinlichkeit der Disponentin einer externen Zentrale und nicht mehr einem Fahrer von EBuxi. Ab 9. Dezember wird deine telefonische Fahrtbestellung definitiv durch eine Telefonzentrale bearbeitet. Dies entlastet das freiwillige Fahrpersonal und trägt zu einem zuverlässigen Service bei. Einzig nach 17 Uhr sowie am Wochenende kommen die Anrufe auf die Nummer 076 761 90 90 weiterhin ins EBuxi-Fahrzeug.

Für dich als Kundin oder Kunde ist diese Dienstleistung einstweilen weiterhin gratis. Im Lauf des Jahres 2020 musst du aber für telefonische Reservationen mit einer Kostenbeteiligung rechnen. Das ist ein guter Grund, von der Bestellung über das Telefon auf jene per App umzusteigen. Es ist aber nicht der einzige. Mit der App hast du deine Buchungen und Fahrten stets im Griff. Du erfährst minutengenau, wann dein EBuxi kommt und wo es gerade steckt. Dann musst du zur vereinbarten Zeit nur noch am definierten Haltepunkt sein, der sich vor deiner Haustür oder ein, zwei Häuser weiter befindet.

EBuxi ist auch mybuxi

Noch steht EBuxi ein bisschen einsam in der schweizerischen Landschaft der bedarfsgesteuerten Mobilität. Aber hoffentlich nicht mehr lange. Denn seine Dachorganisation «mybuxi» hat weitere «Buxis» in der Pipeline. Die nächsten werden voraussichtlich im ersten Halbjahr 2020 starten – eines ebenfalls mit freiwilligen Fahrer/-innen in vier Emmentaler Gemeinden und ein zweites in Ostermundigen. Das Wort «Buxi» steht für eine Kombination aus Bus und Taxi – ein Bus-Taxi, das den öffentlichen Verkehr ergänzt und genau dort und dann fährt, wo es gebraucht wird.

Mit mybuxi teilt EBuxi auch die Betriebssoftware und hat sich für Bestellungen über Telefon einer externen Zentrale angeschlossen. «mybuxi» hiess vorher «Flow on demand». Die Bestell-App von EBuxi trägt den alten Namen einstweilen weiter.

Heisser Tipp: Fahrt vorbuchen – über App oder Telefon

Dank einer Telefonzentrale ist EBuxi neu auch telefonisch besser erreichbar. Am 11. November startet ein zweiwöchiger Versuch. Angesichts weiter steigender Nachfrage nach dem Ortsbustaxi raten wir aber weiterhin: Buche deine Fahrt beizeiten vor, ob über die App oder über Telefon. Nach wie vor ist die App das beste Mittel, um eine Fahrt zu buchen (Download hier).

Vom 11. bis 22. November bearbeiten Disponenten die Telefonbuchungen über die EBuxi-Nummer 076 761 90 90. Nur am Wochenende sowie nach 19 Uhr gehen Bestellungen weiterhin direkt zur Fahrerin oder dem Fahrer. Der Grund: In den vergangenen Wochen waren die Leistungen von EBuxi derart gefragt, dass das freiwillige Fahrpersonal öfter ans Limit kam und keine Anrufe mehr annehmen konnte. EBuxi entschuldigt sich dafür.

Wie kommst du pünktlich an dein Fahrziel? Mit einer Vorbuchung gut 30 Minuten vor der gewünschten Startzeit steigt deine Chance rasant, zur gewünschten Zeit befördert zu werden. Deine Vorbuchung hat bei EBuxi Vorrang gegenüber Sofortbuchungen. Beachte: Vorbuchungen sind nur bis zu 30 Minuten im Voraus möglich. Hast du diese halbe Stunde verpasst, bleibt dir nur die Möglichkeit der Buchung per sofort. 

Die Nutzer der Flow-App kennen diese Regel bereits. Neu gilt sie auch für Telefonbuchungen konsequent. Die Disponenten fordern nötigenfalls auf, zum Zeitpunkt des gewünschten Fahrtantritts nochmals anzurufen.

EBuxi begrüsst 10’000. Fahrgast

Mit 40 Fahrgästen pro Tag hatte EBuxi Anfang Jahr noch  gerechnet, jetzt sind es zwischen 70 und 80. Hatten im Mai noch 800 Personen das Ortsbustaxi genutzt, sind es jetzt monatlich bereits über 2000. Kurz nach 9 Uhr am Morgen des 22. Oktober konnte Fahrerin Elisabeth Flückiger (rechts) den 10’000. EBuxi-Fahrgast begrüssen. Samantha Scherrer (links) erfüllt praktisch alle typischen Merkmale der EBuxi-Kunden: Sie wollte vom Bahnhof zu Dahlia, arbeitet im Wysshölzli, besitzt ein EBuxi-Jahresabo und hatte per App ihre Fahrt bestellt.

EBuxi strahlt aus

Als Pionierprojekt mit freiwilligen Fahrern und emissionsfreien Elektrofahrzeugen strahlt das Ortsbustaxi EBuxi über das Betriebsgebiet heraus. So dient es als Vorlage für ein ähnliches Projekt in den vier Emmentaler Gemeinden Hasle, Rüegsau, Heimiswil und Affoltern. Zwei Infoabende für die Bevölkerung dienen als Grundlage, um Fahrerinnen und Fahrer zu rekrutieren und eine Vereinsträgerschaft aufzubauen. Der erste von diesen im Landgasthof Lueg war gut besucht, ein zweiter in Rüegsau steht bevor. Eine Vertretung von EBuxi bringt jeweils die Erfahrungen in Herzogenbuchsee ein.

Hinter EBuxi und auch hinter dem Projekt im Emmental steht die Dachorganisation mit dem neuen Namen «mybuxi» (vorher «flow on demand»). EBuxi ist das erste von schweizweit fünf geplanten Pilotbetrieben für eine bedarfsgesteuerte Mobilität. Auch im Emmental will «mybuxi» Erschliessungslücken des öffentlichen Verkehrs schliessen. Auch bei weiteren ähnlich gelagerten Initiativen ist ein Augenschein in Herzogenbuchsee beliebt. Zudem wird EBuxi durch eine Forschungsarbeit an der Hochschule Luzern begleitet. (Foto: Christian Kobel / Flickr)

EBuxi soll als öV-Angebot anerkannt werden

Der Pionierbetrieb von EBuxi macht immer wieder mal Schlagzeilen – zurzeit mit einem Vorstoss der Gemeinde Herzogenbuchsee beim Kanton, um das Ortsbustaxi als Angebot des öffentlichen Verkehrs zu anerkennen und ihm so ein solideres Fundament zu verschaffen. Dies ist ganz im Sinn des EBuxi-Trägervereins. Die zwei- bis dreijährige Startphase ist durch Starthilfen öffentlicher und privater Partner abgesichert, der Dauerbetrieb hingegen rechtlich und finanziell noch nicht.

Den Bericht der BZ Langenthaler Tagblatt lesen Sie unten, die Beiträge von Radio Neo 1 hören Sie hier.

Verstärkung für die EBuxi-Flotte

Dank einem Sponsoring der Schlossgarage in Thörigen kann EBuxi ab sofort einen e-Golf mitbenützen. Das brandneue Elektroauto von VW mit 136 PS Maximalleistung und einer Reichweite bis 300 km dient der Schlossgarage als Vorführwagen und EBuxi als Ersatz- und Verstärkungsfahrzeug, zusätzlich zum e-Van von Nissan und der e-Rikscha.

Eingesetzt wird der flinke e-Golf vorwiegend in Spitzenzeiten. Der anhaltende Erfolg von EBuxi hatte in jüngster Zeit zuweilen Kapazitätsengpässe zur Folge. Die Elektrolimousine ergänzt das «Flaggschiff» der EBuxi-Flotte, den  siebenplätzigen Nissan-Van, und die bei gutem Wetter eingesetzte Elektrorikscha. Sie und die freiwilligen Fahrerinnen und Fahrer sorgen dafür, dass EBuxi auch zu Spitzenzeiten alle Transportbedürfnisse zuverlässig erfüllen kann. Die Kooperation mit der Schlossgarage macht dies zu günstigen Konditionen möglich. 

Blumen für 5000. Fahrgast

In den ersten nicht ganz vier Betriebsmonaten hat EBuxi bereits 5000 Passagiere befördert. Katja Schilter heisst der 5000. Fahrgast. Die Frau hatte am Samstag Morgen, 17. August, auf 8.40 Uhr das Ortsbustaxi für eine Fahrt an den Bahnhof zur Klinik Wysshölzli bestellt. Sie tat dies mit der App, mit der sie sehr zufrieden ist – wie mit EBuxi überhaupt: «Es hat immer geklappt. EBuxi ist eine gute Sache und für mich sehr praktisch.» Als regelmässige Nutzerin ist Katja Schilter mit einem Zehner-Abo unterwegs. Im Namen von EBuxi beschenkte sie der Fahrer Donat Grogg nebst einem Sonnenblumen-Arrangement mit einem weiteren Zehner-Abo.

Die Nutzerzahlen von EBuxi liegen deutlich über den Erwartungen. Sie haben sich seit der Betriebseröffnung am 25. April stetig gesteigert. Gestartet war das Ortsbustaxi für Herzogenbuchsee, Nieder- und Oberönz  mit durchschnittlich gut 30 Passagieren pro Tag. Diese Zahl hat sich in den vergangenen Wochen praktisch verdoppelt. Für die Vorstandsmitglieder des Trägervereins beweist dies, dass  das neuartige lokale Mobilitätsangebot an der Grenze zwischen Bus und Taxi richtig liegt. Mit der Kombination von klimaneutralen Elektrofahrzeugen, freiwilligem Fahrpersonal und moderner Betriebssoftware ist es schweizweit einzigartig.

Zu einer Reportage in der BZ Langenthaler Tagblatt geht es hier.

Sonnenblumen und ein 10-Fahrten-Abonnement für Katja Schilter

Jeden Samstag gratis – dank der Mobiliar

Seit dem 3. August fährt EBuxi jeden Samstag für seine Nutzerinnen und Nutzer kostenlos. Möglich macht dies die Mobiliar. Sie unterstützt das Angebot aus einem Fonds für nachhaltige Projekte in den Regionen. Der Nulltarif gilt am Samstag während der ganzen Betriebsdauer  von 7.40 bis 1.40 Uhr und für alle, die EBuxi benützen. Ob Kunden der Mobiliar oder nicht, spielt keine Rolle. Bestellt werden die Fahrten wie gewohnt über App oder Telefon.

Dank dem Support der Mobiliar in der Höhe von 36’000 Franken – im Bild EBuxi-Disponentin Brigit Indermühle und der Buchser Mobiliar-Generalagent Christian Unger bei der Checkübergabe –  sind die Gratisfahrten für EBuxi kostenneutral.Der von Freiwilligen CO2-neutral geführte Betrieb passe ideal zum gesellschaftlichen Engagement der Mobiliar, sagt Unger: «Das Angebot bietet einen grossen Mehrwert für unsere Region. Und es entspricht vollständig dem genossenschaftlichen Gedanken der Mobiliar.» EBuxi will mit dem Gratisangebot weitere Kreise für seine neue Form einer nachhaltigen Mobilität gewinnen.

von links: Dennis Borgeaud, Hans Kaspar Schiesser (Co-Präsidenten EBuxi a.i., Brigit Indermühle (EBuxi-Disponentin), Christian Unger (Mobiliar-Generalagent) und Ariane Rothenanger (Mobiliar)
Spritzfahrt mit der E-Rikscha

Buchen über App nun noch attraktiver

Jetzt lohnt es sich noch mehr, die nächste Fahrt mit der Flow-App zu bestellen. Neu lässt sich Ihr Platz im EBuxi-Fahrzeug nämlich bis zu einer halben Stunde vor der gewünschten Abholzeit sichern. Bisher betrug die minimale Vorbuchungsfrist zwei Stunden. So können Sie Ihre Fahrt zum Beispiel aus dem abfahrbereiten Zug in Bern oder Zürich vorreservieren. Die App erinnert Sie zehn Minuten vor der bestätigten Abholzeit an Ihre Buchung und informiert Sie, wenn das Fahrzeug angekommen ist. Auf der Karte sehen Sie sogar, wo es im Moment gerade steckt.

Haben Sie die Mindestfrist von 30 Minuten für die Vorbuchung verpasst? Dann versuchen Sie eine Sofortbuchung. Die App lässt Ihnen die Wahl zwischen «Vorbuchen» und «Jetzt fahren». Bei der Sofortbuchung riskieren Sie einzig, dass Sie noch etwas warten müssen. Denn Vorreservationen haben verständlicherweise Vorrang.

Das Herunterladen der Flow-App ist einfach. Gehen Sie mit Ihrem Smartphone auf diesen Link und wählen Sie die Android- oder iPhone-Version aus.