Wann die Maske sein muss

Im öffentlichen Verkehr ist eine Schutzmaske heute obligatorisch. Und wie hält es EBuxi? Teilst du den Passagierraum mit anderen Fahrgästen, so ist eine Maske auch bei uns Pflicht. Gebündelte Fahrten sind ab sofort bei EBuxi wieder möglich. Unser Informatiksystem kombiniert Fahrtwünsche automatisch, wo dies sinnvoll ist. Solltest du keine Maske dabei haben, kannst du zum Preis von 1 Franken im Auto eine kaufen.
Reist du aber allein im Auto oder zusammen mit deinen Lieben? Dann ist das Maskentragen zwar empfohlen, aber freiwillig. Weiterhin trennt zum beidseitigen Schutz eine Plexiglasscheibe das Fahrpersonal und die Passagiere auf den Rücksitzen.

Treffen mit den Unterstützern

Ohne Partner und Sponsoren kein EBuxi. Nach Inbetriebnahme des zweiten Elektro-Minivan sind sie alle vom Vereinsvorstand des Ortsbustaxis zu einem nachgeholten Einweihungsanlass eingeladen worden. Denn zusammen mit  den freiwilligen Fahrerinnen und Fahrern sind sie es, welche die günstigen Fahrpreise möglich machen. 

Beide  CO2-frei rollenden Fahrzeuge hat die EWK Herzogenbuchsee finanziert. Weitere lokale Hauptunterstützer sind die Gemeinden Buchsi und Niederönz, Die Mobiliar sowie die Raiffeisenbank. Daneben zeigen viele weitere Betriebe ihre Sympathie durch kostenlose oder -günstige Leistungen für EBuxi.

Moderate Preisanpassung

Seit dem  1. Juni gelten bei EBuxi moderat höhere Preise. Neu kostet die Einzelfahrt 4 Franken pro Person, das Abo für 10 Fahrten 35 Franken und das Jahresabo 200 Franken. Samstags bleibt die Fahrt dank dem Engagement der Mobiliar gratis. Um besser verfügbar und stets verlässlich zu sein, ist das Ortsbustaxi künftig in Spitzenzeiten mit zwei E-Minivans unterwegs. Dies erhöht die Kosten. Verglichen mit Taxipreisen bleibt die Fahrt mit EBuxi jedoch weiterhin günstig. Das Jahresabo bestellst du am einfachsten gleich online hier.

Hinweis für Fahrten mit mehreren Personen

Sie wollen mit der App eine Fahrt für mehrere Personen buchen? Dann beachten Sie bitte dies: Belassen Sie die «Anzahl Fahrgäste» unbedingt bei «1». Andernfalls reagiert die App mit «Dienstleistung nicht verfügbar».

Trotz Buchung mit «1» können Sie sicher sein, dass Sie und Ihre Begleitung das EBuxi-Auto für sich allein haben. Die Buchung mit «1» ist zurzeit leider die einzige Möglichkeit, das Kombinieren von Fahrten auszuschliessen. Dies tun wir, um die Abstandsregeln des Bundes einzuhalten und Sie vor Risiken zu schützen.

EBuxi wieder im Vollbetrieb

Am Montag, 11. Mai, wechselt EBuxi von einem eingeschränkten Service in den Normalbetrieb zurück. Die Kundinnen und Kunden können unbesorgt einsteigen – ein Schutzkonzept sorgt dafür. Wichtigste Massnahme für die Gesundheit der Passagiere und des freiwilligen Fahrpersonals ist eine Plexiglasscheibe zwischen Vorder- und Rücksitzen. Sie ist nötig, weil der Abstand von zwei Metern in den Elektrovans nicht einhaltbar ist. Passagiere fahren ausschliesslich auf den Rücksitzen mit, der Sitz neben dem Fahrer bleibt leer. Zudem desinfizieren die Fahrerinnen und Fahrer die Sitze und Kontaktflächen häufig.

Wichtig auch: Bis auf weiteres gibt es keine kombinierten Fahrten. Aufs Mal transportiert EBuxi ausschliesslich Einzelreisende, Paare und Familien. Die Fahrten lassen sich wie gewohnt über die App buchen. Aus technischen Gründen ist die Personenzahl unveränderbar auf «1» eingestellt. Anders ist das Bündeln von Fahrten zurzeit leider nicht auszuschliessen. Trotz «1» können Sie sich aber darauf verlassen, dass die ganze Familie Platz hat

Hauslieferdienst: ein geschätzter Service läuft aus

Nach sieben Wochen Betrieb stellt EBuxi am 11. Mai seinen kostenlosen Hauslieferdienst für den einheimischen Detailhandel ein. Statt Menschen haben die freiwilligen Fahrerinnen und Fahrer seit dem 24. März Waren bis zur Haustür geliefert – Fleisch vom Metzger, Heilmittel aus der Drogerie, Bücher aus der Gemeindebibliothek, Pflanzen vom Blumenladen, Joggingschuhe aus dem Sportgeschäft und vieles mehr. Vor der Wiedereröffnung vieler Detailgeschäfte ist die Nachfrage nach dem Service stark zurückgegangen. Deshalb konzentriert sich der Ortsbustaxidienst nun wieder ganz auf die Personenbeförderung. EBuxi freut sich, dass es unter dem Dach der Plattform buchsi-shop.ch das ortsansässige Gewerbe und seine Kundschaft in schwierigen Zeiten unterstützen konnte.

Einen Bericht der BZ Langenthaler Tagblatt zu Buchsi-Shop und Hauslieferdienst lesen Sie hier.

«Wie die Tugend aus der Not entstand»

Wie kam Herzogenbuchsee zu EBuxi, warum der Erfolg, welches die Stolpersteine? Wer mehr über das einzigartige Projekt wissen will, schaut in den ersten Jahresbericht hinein. «Wie die Tugend aus der Not entstand», heisst das erste Kapitel: «Aus der Not, gleichzeitig zu klein für einen Ortsbus und zu gross für ein Nullangebot zu sein, entstand die Tugend und die Innovation, den Ortsbusbetrieb mit Freiwilligen kostengünstig und umfassend anzubieten.»

Den ganzen Jahresbericht für das Startjahr 2019/2020 lesen Sie online hier.

EBuxi-GV: viele Fahrgäste und etwas höhere Preise

An ihrer ersten Generalversammlung freuten sich die Mitglieder des EBuxi-Trägervereins über gut 21’000 Passagiere in den ersten zehn Betriebsmonaten. Der grosse Publikumserfolg steigert aber auch die Kosten. Für ein nachhaltig finanziertes Ortsbustaxi beschlossen die 41 Besucherinnen und Besucher der GV deshalb einmütig eine moderate Preiserhöhung: Die Einzelfahrt kostet ab dem 1. Mai 4 statt 3 Franken, das Zehnerabo 30 statt 25 Franken und das Jahresabo 200 statt 150 Franken.

Mit durchschnittlich 70 Fahrgästen pro Tag, manchmal sogar deutlich mehr als 100, sind die Passagierfrequenzen heute fast doppelt so hoch als vor dem Start angenommen. «EBuxi ist ein grosser Erfolg», sagte Vereinspräsident Niklaus Indermühle an der GV. Der Publikumserfolg bedeutet aber auch zusätzlichen Aufwand für den Ausbau des Angebots und eine hohe Betriebsqualität.  So der Betrieb des neu angeschafften zweiten elektrischen Nissan-Minivans, die Kosten einer externen Telefonzentrale und die weitere Verbesserung der Betriebssoftware.

Die neuen Preise sollen nun für einige Zeit ausreichen: «Wir wollen keine jährlichen Preiserhöhungen», erklärte Vorstandsmitglied Hans Kaspar Schiesser. Offen und durch den Vorstand zu beschliessen ist, ob die  Kundinnen und Kunden die Kosten der Telefonbestellung in Form einer kostenpflichtigen 0900-Nummer mittragen sollen. So oder so setzt EBuxi darauf, dass noch mehr Reservationen über die App getätigt werden. Bereits heute tendiert der Anteil der App-Bestellungen gegen 70 Prozent.  

Zu verdanken ist der erfolgreiche Start von EBuxi, wie Schiesser im Jahresbericht betonte, der Freiwilligenarbeit der Fahrerinnen und Fahrer, der Unterstützung der Gemeinden Herzogenbuchsee und Niederönz, den örtlichen Partnern – allen voran der EWK als Fahrzeugsponsor –, den Starthilfen nationaler Institutionen über die Trägerorganisation «mybuxi» und dem ehrenamtlichen Vorstand. Mit der Erweiterung des Vorstands durch Silvio Strub wird die grosse Vorstandsarbeit nun auf einen Kopf mehr verteilt.

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Hören Sie hier einen Beitrag von Radio 32: «Das E-Buxi läuft wie gestört».
Lesern Sie den Bericht von Berner Zeitung / Langenthaler Tagblatt: «E-Buxi zahlt den Preis für den Erfolg»

 

Medienmitteilung zur EBuxi-GV

Verstärkung für EBuxi-Flotte

Aus eins mach zwei: Mit zwei identischen Elektro-Minivans ist EBuxi ab sofort noch präsenter. Ermöglicht hat den Kauf des zweiten Nissan e-NV200 Evalia das örtliche Versorgungsunternehmen EWK Herzogenbuchsee, das  bereits das erste Fahrzeug sponserte. Das neue Flottenmitglied dient als Verstärkungs- und Ersatzfahrzeug. In Spitzenzeiten kurven nun auch an Werktagen beide Siebenplätzer gleichzeitig durch Buchsi und Niederönz – nachhaltig und emissionsfrei. Damit ist EBuxi noch besser verfügbar.

Ersatzweise kommt weiterhin gelegentlich ein angemieteter VW e-Golf mit dem Logo von EBuxi zum Einsatz. Ausgeschieden aus der vollständig elektrifizierten Flotte ist die e-Rikscha. Das Gefährt war eine Attraktion, seine Einsatzmöglichkeiten erwiesen sich jedoch als zu beschränkt. Mit den beiden Minivans ist EBuxi auch für Tage mit grosser Nachfrage nach dem Ortsbustaxi-Dienst bestmöglich gewappnet.

Umfrage hilft EBuxi weiter zu entwickeln

Eine Umfrage bei Kunden und Nichtnutzern soll Erkenntnisse für den Ausbau des EBuxi-Angebots liefern. Sebastian Imhof von der Hochschule Luzern erklärt den Hintergrund.


Warum diese Umfrage?

Sebastian Imhof:  EBuxi ist eine interessante Lösung, um nachhaltige Mobilität im ländlichen Raum zu fördern. Wir wollen mehr darüber erfahren, wie die Kunden das Angebot nutzen und was die Gründe für diese Nutzung sein können. Damit können wir einen Beitrag an ein innovatives Projekt leisten und helfen mit, es weiter zu entwickeln. Die Umfrage umfasst Nutzer und Nichtnutzer. Denn wir möchten auch wissen: Was braucht es, damit noch mehr Menschen EBuxi benützen?

Wer steht dahinter?

Wir vom Kompetenzzentrum Mobilität an der Hochschule Luzern führen die Umfrage im Auftrag von «mybuxi» durch, der Dachorganisation von EBuxi. Neue Mobilitätsformen interessieren uns sehr. Dabei untersuchen wir im Rahmen eines EU-Projektes nebst Bedarfsbussen wie EBuxi auch unterschiedliche Formen von Carpooling im ländlichen Raum.

Was ist denn Ihre Motivation?

Partei ergreifen wir nicht. Jedoch gehe ich von der These aus: Je besser wir im Alltag mehrere Verkehrsmittel kombinieren, je intermodaler wir also unterwegs sind, desto weniger benötigen wir ein eigenes Auto. Dies bringt die Schweiz dem Klimaziel 2050 näher. EBuxi ist ein wertvolles Glied in der Mobilitätskette. Ich betrachte es als Teil des öffentlichen Verkehrs. Angebote wie jene von mybuxi stärken auch den ländlichen Raum.


Nehmen Sie an der Umfrage teil
mit diesem Link.


Sebastian Imhof
(1991) ist Humangeograph, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Wirtschaft der Hochschule Luzern und Doktorand an der Uni Bern. In seiner Dissertation befasst er sich mit der ländlichen Mobilität im Zeitalter neuer Mobilitätsdienstleistungen.